KLINIK FÜR KINDER- UND JUGENDPSYCHIATRIE

Lese-Rechtschreib-Störung

Kinder und Jugendliche mit einer Lese-Rechtschreibstörung (LRS, auch Dyslexie oder Legasthenie genannt) lesen signifikant langsamer als ihre Klassenkameraden. Dabei wird das Geschriebene oft Buchstabe für Buchstabe gelesen, ohne dass der Inhalt verstanden wird. Beim Schreiben werden Buchstaben vertauscht oder ausgelassen. Diese Schwierigkeiten, die sich nicht nur im Deutschunterricht, sondern auch in allen anderen Unterrichtsfächern zeigen, beeinträchtigen die Betroffenen erheblich darin, vom Schulunterricht profitieren zu können. In Deutschland erfüllen etwa 5 – 10 % aller Schülerinnen und Schüler die Kriterien einer LRS.

 

Befragung zur transkraniellen Elektrostimulation zur Behandlung der Dyslexie

 

Zur Befragung zur transkraniellen Elektrostimulation zur Behandlung der Dyslexie

 

An der Kliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie Magdeburg interessieren wir uns für mögliche neue Behandlungsmethoden bei der Therapie von neuropsychologischen Störungen. Eine neue Methode, die in den letzten Jahren zunehmend in der Medizin und in den Neurowissenschaften genutzt wird, ist die sogenannte transkranielle Elektrostimulation (TES).

Fragezeichen

Uns interessiert nun Ihre Meinung dazu, ob diese neue neurowissenschaftliche Methode in der Therapie von Kindern und Jugendlichen mit einer Lese-Rechtschreibstörung (auch Dyslexie oder Legasthenie genannt) angewendet werden soll.

An der Befragung können alle erwachsenen Personen teilnehmen, unabhängig davon ob sie vom Thema Dyslexie betroffen sind oder ob bereits Kenntnisse zu TES vorhanden sind.

Die Befragung ist vollständig anonym: es werden keine Daten erhoben, die einen Rückschluss auf Ihre Person zulassen. Die Durchführung des Fragebogens dauert etwa 15 Minuten.

Mit Ihrer Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur Erforschung von neuen Therapiemöglichkeiten bei Lese-Rechtschreibstörung.

Herzlichen Dank bereits im Voraus für Ihre Teilnahme!

 

Zur Befragung zur transkraniellen Elektrostimulation zur Behandlung der Dyslexie

  

 

Projekte

„Hirnstimulation bei LRS - selbstständig und zu Hause trainieren“

Aktuell untersuchen wir, ob die Wirkung eines PC-geleiteten LRS-Trainings durch die gezielte Stimulation sprachrelevanter Gehirnbereiche zusätzlich verstärkt werden kann. Diese Intervention wird über 10 Wochen an jeweils drei Tagen in der Woche für 20 Minuten durchgeführt. Die Studienteilnehmer:innen erhalten dazu ein mobiles Stimulationsgerät sowie das PC-geleitete LRS-Training, mit dem sie die Intervention selbständig und zu Hause durchführen können. 

Details

 

„Untersuchung der Wirkung von transkranieller Wechselstromstimulation auf ein Sprachtraining bei Dyslexie“

Die transkranielle Wechselstromstimulation (engl. transcranial alternating current stimulation, tACS) ist eine neuere Methode der Neurowissenschaften, bei der die AktivitätLRS von Nervenzellen im Gehirn durch die Stimulation mit sehr schwachen Strömen gezielt beeinflusst wird. In den letzten Jahren wurde eine Vielzahl von wissenschaftlichen Studien durchgeführt, die eine positive Wirkung dieser Intervention auf die auditive Wahrnehmung aber auch auf kognitive Prozesse wie etwa Aufmerksamkeit und Gedächtnis nachweisen konnten. Zudem wird diese Methode bereits in einer Reihe von neuropsychologischen und neuropsychiatrischen Studien erfolgreich eingesetzt. In dieser Studie untersuchen wir, ob die transkranielle Wechselstromstimulation einen positiven Nutzen auf die Lese- und Rechtschreibfähigkeit bei Kindern und Jugendlichen hat. 

Details

 

 

Publikationen aus diesen Projekten

Rufener, K. S., Krauel, K., Meyer, M., Heinze, H.-J. & Zaehle, T. 
Transcranial electrical stimulation improves phoneme processing in developmental dyslexia.
In: Brain Stimulation, 12(4), - 2019, S. 930–937.
https://doi.org/10.1016/j.brs.2019.02.007

Rufener, K. S., & Zaehle, T.
Dysfunctional auditory gamma oscillations in developmental dyslexia: A potential target for a tACS-based intervention.
In: Progress in Brain Research (Vol. 264) - 2021, S. 211–232, Elsevier.
https://doi.org/10.1016/bs.pbr.2021.01.016

 

  

Letzte Änderung: 17.06.2022 - Ansprechpartner:

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